NZVS plant hausärztlich-kardiologische Versorgung in VS

Die Versorgung der Bevölkerung in der Region Villingen-Schwenningen steht, wie in der Presse mehrfach berichtet, vor gravierenden Herausforderungen für die Zukunft. Das Nephrologische Zentrum Villingen-Schwenningen (NZVS) möchte den entstehenden Versorgungsengpässen aktiv entgegenwirken. Dazu erweitert es seine fachliche Ausrichtung, die bisher auf die Versorgung von Nierenkranken, von Menschen mit Bluthochdruck, Diabetes und schweren Fettstoffwechselstörungen fokussiert war. Im Hauptsitz des Zentrums, das sich direkt neben dem Schwarzwald-Baar Klinikum befindet, wird ab dem kommenden Jahr Raum für die Einrichtung eines medizinischen Versorgungszentrums im Bereich der hausärztlichen und kardiologischen Versorgung geschaffen.

„Wir möchten an einem attraktiven Standort mit modernster Praxisstruktur und Ausstattung bis hin zu Unterstützungssystemen auf Basis künstlicher Intelligenz allen Kolleginnen und Kollegen ein interessantes Arbeitsumfeld anbieten“, so Prof. Hohenstein, der die Unternehmensstrategie mit verantwortet. Dabei wird die direkte Anbindung zum Klinikum und zur bestehenden Versorgungsstruktur mit zahlreichen Spezialisten im gleichen Gebäude als Vorteil gesehen. Das NZVS sieht das entstehende Angebot aber primär als Ergänzung und nicht als Konkurrenz zu bestehenden hausärztlichen Versorgungsstrukturen. „Das NZVS bietet mit etablierten Strukturen und einem Team von rund 20 spezialisierten Mitarbeitenden im Bereich des Personalmanagement, der Aus- und Weiterbildung, von Einkauf, Logistik, FacilityManagement und Lagerhaltung sowie einem professionalisierten Intranet ideale Voraussetzungen, um Kolleginnen und Kollegen ein Arbeiten mit Fokus auf die medizinische Versorgung zu ermöglichen und bei den zahlreichen Randthemen des Praxisbetriebs zu entlasten.“, so Prof. Hohenstein weiter. Das Nephrologische Zentrum Villingen-Schwenningen ist eines der führenden ärztlich geleiteten Zentren für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Nieren- und Bluthochdruckerkrankungen in Deutschland. Es versorgt mit seinen mehr als 250 Mitarbeitenden und einem Medizinischen Versorgungszentrum an 12 Standorten mehr als 800.000 Menschen in der Region Schwarzwald-Alb mit nephrologischer Expertise und bietet neben sämtlichen Nierenersatzverfahren auch Spezialversorgung im Bereich der Diabetestherapie und schwerer Fettstoffwechselstörungen. Neben der Heliosklinik Titisee-Neustadt versorgt das Zentrum mehrere weitere Kliniken der Region einschliesslich dem Schwarzwald-Baar Klinikum in Villingen-Schwenningen und Donaueschingen mit Dialysebehandlungen im Rahmen der intensivmedizinischen Therapie.